Manuelle Lymphdrainage

Ziel der Behandlung ist es, die reduzierte Pumpfunktion des Gefäßsystems zu unterstützen. In erster Linie dient die manuelle Lymphdrainage der Entstauung von geschwollenem Gewebe. Hierbei handelt es sich zumeist um Schwellungen an Armen oder Beinen.  Die Therapeuten verwenden dabei spezielle Handgriffe, bei denen zum Beispiel durch rhythmische, kreisende und pumpende Bewegungen der Handflächen die angestaute Flüssigkeit in Richtung der zuständigen Lymphknotenstation abtransportiert wird. Durch die Atmung und durch zusätzliche Anregung entfernt liegender Lymphknoten kann dabei eine Sogwirkung erzielt werden, die den Abtransport der Gewebsflüssigkeit begünstigt. Das Gewebe schwillt ab, die Schmerzen werden gelindert und das Gewebe wird lockerer und weicher, was sich ebenfalls auf die Beweglichkeit auswirkt.

Bei folgenden Erkrankungen kommt die Ödemtherapie häufig zum Einsatz:

  • Chronisches Lymphödem
  • Chronisch-venöser Insuffizienz (sichtbar häufig in Form von „Krampfadern“)
  • Postoperative Schwellung

Auch bei anderen Krankheiten kann eine Lymphdrainange förderlich sein, der therapeutische Stellenwert ist jedoch geringer. Dazu zählen:

  • Chronische Polyarthritis
  • CRPS (complex regional pain syndrome, ehemals M. Sudeck)
  • Schwellungen nach Halbseitenlähmung (Hemiparese) bei Schlaganfall
  • Kopfschmerzen

Darüber hinaus gibt es weitere, nicht-krankheitsbedingte Einsatzgebiete für die Lymphdrainage: Schwangerschaft kann bei Frauen beispielsweise zu Ödemen führen, die vor allem abends und nach langem Stehen auftreten. Diese sind nicht zwingend behandlungsbedürftig. Leiden Schwangere jedoch erheblich unter den Ödemen, so ergibt sich eine Indikation für die Lymphdrainage.

Bei bestimmten Krankheitszuständen sollte die Lymphdrainage nicht angewendet werden. Dazu zählen:

  • bösartige Tumore
  • akute Entzündungen
  • starke Herzschwäche (dekompensierte Herzinsiffizienz Grad III-IV)
  • Herzrhythmusstörungen
  • sehr niedriger Blutdruck (Hypotonie, unter 100/60 mmHg)
  • Thrombose bzw. Entzündung der Arm- oder Beinvenen
  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) oder Carotis-Sinus-Syndrom (v.a. relevant bei Lymphdrainage am Hals)
  • unklare Hautveränderungen

Kosten für eine Behandlung von 45 Min.: 40,- Euro
Behandlung von 30 Min.:  26,- Euro

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